Weiterhin zweistelliges Wachstum im Onlinehandel-Umsatz

Weiterhin zweistelliges Wachstum im Onlinehandel-Umsatz

 
 

In einer umfassenden Studie analysierte der Handelsverband Deutschland (HDE) gemeinsam mit dem IFH Köln den Status Quo des Onlinehandels. Der „Online Monitor 2017“ vergleicht die wichtigsten Kennzahlen zu Umsatzraten und Branchenerfolg mit den Vorjahren. Das Ergebnis: Der digitale Handel ist nach wie vor auf Wachstumskurs, wenn auch weniger explosiv als in den Vorjahren.

4 Mrd. Euro Wachstum prognostiziert der „Online Monitor 2017“ für die Umsätze im Onlinehandel 2017. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt das absolute Wachstum also konstant. In Zahlen heißt das: Im Jahr 2016 kletterte der Umsatz im digitalen Handel auf 44,2 Mrd. Euro; für 2017 wird ein Umsatz von 48,7 Mrd. Euro prognostiziert. Zwar sinkt die Wachstumsrate leicht, bleibt jedoch nach wie vor im zweistelligen Bereich. Es herrschen also nach wie vor beste Voraussetzungen für Webshops und Onlinehändler.

Meilensteine im Onlinehandel

Die junge Branche hat in den vergangenen 2,5 Dekaden eine immense Wandlung vom Underdog zum Wunderkind durchlebt: Erst Mitte der Neunziger ging der erste deutsche Versandhändler online; 1995 öffnete auch Amazon seine (virtuellen) Tore. Bereits zum Start zeichnete sich beim heutigen Branchenprimus das Potential des neuen digitalen Verkaufskanals ab: bereits im 2. Monat lag der wöchentliche Umsatz des Buch-Versandhändlers bei stolzen 20.000 USD.

Doch was wäre eine Branche ohne ihre Herausforderungen? Im Jahr 2000 platzte die Dotcom-Blase; zahlreiche Internetunternehmen gingen pleite. Aber auch diese Krise konnte den Paradigmenwechsel nicht aufhalten. Der Umsatz im Onlinehandel stieg und steigt stetig weiter.

Während der Onlinehandel früher lediglich Versandkataloge abbildete, entwickelten sich mit der Zeit die Services rund um Marketing, Kundenbindung und Nutzerfreundlichkeit immer weiter. Seit einigen Jahren gehören Abo Commerce und mobile Optimierung zum Standard; aktuell stehen Themen wie Multi-Channel und Plattform-Ökonomie auf der Tagesordnung. Und das Internet der Dinge nimmt auch rasant Formen an...

Trotz Jahren des Wachstums ist im Onlinehandel dank stetig neuer Innovationen noch viel Potential vorhanden. Der prognostizierte Umsatz von etwa 48,7 Mrd. Euro für das Jahr 2017 klingt auf den ersten Blick imposant – bei näherer Betrachtung entspricht er jedoch nur etwa 10% des Gesamtumsatzes im Einzelhandel.

Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag der Umsatzanteil des Onlinehandels am gesamtdeutschen Einzelhandel noch bei 0,3%. 10 Jahre später hatte er sich bereits auf 4,7% hochgearbeitet. Der Markt ist daher noch keinesfalls gesättigt, auch wenn der Mitbewerb sicherlich stärker geworden ist.

Flexible E-Commerce-Systeme

Daher ist es im heutigen E-Commerce so wichtig, nicht nur ein optimal aufgestelltes Sortiment bereitzustellen, sondern auch ein attraktives und rundum nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten.

Um sich den ständig wechselnden Anforderungen des Marktes zu stellen, ist daher ein flexibles Shopsystem wichtig, mit dem sich neue Features schnell und problemlos einbinden lassen. Deshalb setzen wir bei Symcode auf die E-Commerce-Lösungen Magento, Shopware und Oxid. Beides sind etablierte Systeme mit engagierten Core-Entwicklern, einer aktiven Community und viel Erfahrung im Onlinehandel.

Unterschiedliche Branchenperformance im Onlinehandel

Der „Online Monitor 2017“ betrachtet nicht nur die digitale Welt in ihrer Gesamtheit, sondern arbeitet auch interessante Unterschiede in den Entwicklungen und Marktanteilen verschiedener Branchen heraus.

Der Umsatzanteil im Vergleich zum stationären Handel unterscheidet sich für Food und Non-Food beispielsweise eklatant: Mit 13,7% Umsatzanteil ist der Non-Food-Onlinehandel dem Food-Bereich mit unter 1% Umsatzanteil beispielsweise um Lichtjahre voraus.

Trotzdem (oder gerade deswegen) ist der Onlinehandel für die Food-Branche besonders von Interesse: Mit 172 Mrd. Euro Umsatz im Jahr ist dieser Bereich ein echtes Schwergewicht, das mit innovativen Neuentwicklungen in den kommenden Jahren für Wirbel sorgen kann.

Und das ist nicht nicht nur bloße Theorie. Bisher wuchs Non-Food jedes Jahr stets etwas stärker als Lebensmittel, doch nun kehrt sich der Trend um. Im Jahr 2016 wuchs der Umsatz der Lebensmittelbranche im Onlinehandel erstmals deutlich schneller als Non-Food.

Erfolgs-Branchen im Onlinehandel

Könnte die Lebensmittelbranche die Kräfteverhältnisse im Onlinehandel aufbrechen? Derzeit wird der Onlinehandel von den zwei Top-Branchen Mode und Unterhaltungselektronik dominiert. Mit jeweils etwa 25% Umsatzanteil diktieren sie derzeit ganz eindeutig die Vorstellung davon, welche Produkte Konsumenten online einkaufen.

Weitere Vorreiter im Onlinehandel sind die Bereiche Freizeit und Hobby (14,7 Prozent) sowie Wohnen und Einrichten (9,2 Prozent). Doch während diese etablierten Branchen ein solides Wachstum vorlegen, legen auch die Nachzügler-Branchen seit etwa 2013 so richtig los. Hier schlummert eine Menge bisher ungenutztes Potential.

Besonders die Fast Moving Consumer Goods sprinten mit 21% Wachstum voran. Bedenkt man, dass FMCG im Offline-Handel beeindruckende 44,2% des Umsatzes ausmachen, könnte hier noch eine gewaltige Verschiebung stattfinden.

Egal, ob etablierte Online-Branche wie Mode bzw. Unterhaltungselektronik oder langsam aufwachende Nachzügler wie FMCG, Schreibwaren oder Food: Beim aktuellen Wachstumstrend im Onlinehandel lohnt sich auch für Neueinsteiger der Start in den digitalen Handel noch immer. Die langsam sinkenden Wachstumsraten mahnen aber auch zur Eile: Langsam etablieren sich die Strukturen, und in absehbarer Zeit könnte sich das Stück vom Umsatz-Kuchen für den Onlinehandel bei einem festen Wert einpendeln.

Bedeutung von E-Commerce wächst auch für B2B

Branchenübergreifend ist der Fachhandel bisher online noch unterrepräsentiert. Doch auch das könnte sich bald ändern: B2B im Onlinehandel ist eines der aktuell in der E-Commerce Branche viel diskutierten Themen.

Insgesamt gilt für alle Branchen: Die Verknüpfung zwischen online und offline wird immer wichtiger. Konsumenten nehmen die digitale Welt als grenzenlos erscheinende Freiheit wahr, die sie zur Kaufvorbereitung nutzen können. Hier steht die Bequemlichkeit für den Nutzer im Vordergrund.

„ROPO“ heißt das Schlagwort: Research online, purchase offline – oder umgekehrt. Bereits heute werden 51% der Umsätze im Einzelhandel durch Online-Recherchen vorbereitet. Umgekehrt werden 19,5% der Umsätze im Onlinehandel durch Einzelhandels-Beratung vorbereitet. Die Wirkung in beide Richtungen zeigt, wie wichtig eine durchdachte Multi-Channel-Strategie ist.

Herzstück des digitalen Handels ist und bleibt dabei der Onlineshop – idealerweise mit einem zuverlässigen System wie Magento, Shopware oder Oxid; stimmig auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst.

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Quelle:
http://www.einzelhandel.de/online-monitor

 
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